Neu in Amsterdam Modeling Suite AMS 2026
Die Amsterdam Modeling Suite, AMS, 2026 konzentriert sich auf die Integration erweiterter Möglichkeiten des maschinellen Lernens (ML), verbesserter Simulationsworkflows und einer optimierten Benutzererfahrung. Mit einer deutlich erweiterten Anwendungsbreite in der Chemie, verbesserter Leistung und optimierten Tools erleichtert AMS 2026 eine schnelle, automatisierte und reproduzierbare Forschung.
Was ist neu in AMS 2026 - Überblick
- ML-Potenziale der nächsten Generation: Neue Modellfamilien (eSEN, MACE, UMA) ermöglichen nahezu quantenchemische Genauigkeit, GPU-optimierte Leistung und ein breites Anwendungsspektrum – von Biomolekülen und Katalysatoren bis hin zu MOFs und anorganischen Materialien
- Verbesserte elektronische Strukturmethoden (ADF): Neue Funktionen für Spektroskopie, angeregte Zustände, Solvatisierung und Einbettungsmethoden
- OLED- und Multiskalen-Workflows: Verbesserte Integration von Bumblebee für tiefere Einblicke und Analysen auf Geräteebene
- Verbesserte grafische Benutzeroberfläche: Neue Strukturgeneratoren, übersichtliche Menüs und leistungsfähigere Visualisierungstools
- Verbessertes COSMO-RS: Erweiterte Möglichkeiten zur Modellierung komplexer Multikomponentensysteme und ihres Phasenverhaltens
- Stärkere AMS- und MD-Treiber: obustere Simulationen, neue Nebenbedingungen, schnellere PES-Scans und verbesserte Abtastmethoden
- VASP-Integration: Nahtlose Workflow-Integration von Materialmodellierung und Active-Learning-Ansätze
- Erweiterte Python-Integration: Mehr wiederverwendbare Beispiele, Unterstützung für Automatisierung und einfacheres Scripting für reproduzierbare Forschung
Die neuen Funktionen in AMS 2026 im Detail
ML-Potenziale: Anwendungsbreite und Performance
Neue Modellfamilien (eSEN, MACE, UMA), die auf umfangreichen Datensätzen trainiert wurden, erweitern die Anwendungsmöglichkeiten von ML-Potenzialen und verbessern gleichzeitig die Effizienz und Genauigkeit von AMS 2026.
Der erweiterte Anwendungsbereich umfasst:
- geladene und magnetische Moleküle
- Biomoleküle und Polymere
- Metallkomplexe und katalytische Grenzflächen
- MOFs und Molekülkristalle
- anorganische Materialien
Leistungsverbesserungen:
- Hohe Genauigkeit für viele Anwendungen bei gleichzeitig deutlich geringerem Rechenaufwand
- Optimierte Leistung auf GPUs
- Benchmark-getestete und dokumentierte Modelle
- Einfache Installation über den AMS-Paketmanager
Diese Funktionen unterstützen eine Reihe von Arbeitsabläufen, darunter:
- Conformer-Screening
- Voroptimierung
- Thermochemie und Reaktivitätsstudien
- Active learning (einschließlich MACE- und M3GNet-Feinabstimmung)
ADF
In AMS 2026, wurde der ADF um eine neue Funktionalität ergänzt, um einen größeren Bereich elektronischer Strukturen und spektroskopischer Anwendungen abzudecken:
- GW mit Einbettung von FQ (Fμ) (polarisierbar)
- wFQ für plasmonische Spektroskopien (oberflächenverstärkte Raman-Streuung)
- Analytische Gradienten für das Solvatationsmodell SM12
- Frozen-Core-Nährung mit LibXC
- ROKS-TDA und ROKS-TDA-SOC beziehen nun Spin-Flip-Down-Anregungszustände ein (verbesserte Beschreibung ungepaarter Elektronen in TDDFT mit Spin-Bahn-Kopplung)
- Geometrieoptimierungen im angeregten Zustand für Open-Shell-TD-DFT+TB
- Berechnung von NMR-Abschirmungskonstanten mit LibXC und bereichsgetrennten XC-Funktionalen
OLED- und Multiskalen-Workflows
Die aktualisierten OLED-Workflows in AMS 2026 verbessern die Integration in die OLED-Gerätemodellierung (Bumblebee ) und Analysefunktionalitäten:
- NEUE Bumblebee-Bedienoberfläche und -Integration in OLED-Arbeitsabläufe
- Verbesserte Kommunikation mit Bumblebee
- Erweiterte Analyse des Übergangsverhaltens
- Unterstützung für Exzitonprofile, Löschung, Rekombination und Zerfall
Grafische Benutzeroberfläche (GUI)
In AMS 2026 wurde die GUI aktualisiert, um die Modellerstellung und Systemkonstruktion zu vereinfachen:
- Neue Strukturgeneratoren (Nanopartikel, Nanoröhren, Mikro-Solvatisierung)
- Kompaktere und übersichtlichere Menüs
- Verbesserungen für AMSview und Visualisierungswerkzeuge
Diese Modernisierung der GUI von AMS 2026 zielt darauf ab, gängige Aufgaben effizienter zu machen und dabei die Flexibilität zu bewahren.
COSMO-RS
In Version 2026 von COSMO-RS wurden neue Werkzeuge für die Modellierung komplexer Mischungen eingeführt:
- Solver für Flüssig–Flüssig-Gleichgewichte zur Ermittlung von Gleichgewichtslinien
- Stabilitätstests für Mischbarkeit und Phasentrennung
- Unterstützung von Multikomponentensystemen
- Integration in Python-Workflows zur Analyse des Phasenverhaltens
AMS- und MD-Treiber
Der AMS-Treiber wurde für AMS 2026 aktualisiert, um mehr Kontrolle und Robustheit für Simulationen zu bieten:
- Schnelle PES-Scans im starren Modus („Non-Optimizing Mode“) ohne Relaxation der übrigen Freiheitsgrade
- Berücksichtigung der Gibbs-Energie bei PES-Analysen
Auch der Molekulardynamik-Treiber (MD) wurde in Version 2026 verbessert:
- Stabilitätserkennung
- Kleinere Engine-Dateien und Leistungsoptimierungen
- Erweiterte SHAKE-Nebenbedingungen
- Flexiblere reflektierende Randbedingungen
- Verwendung von AMS MD mit InfRETIS zur Abtastung von Übergangspfaden
VASP-Integration
VASP 6.4 kann nun als externe Engine in AMS 2026 eingebunden werden (nicht in der Amsterdam Modeling Suite enthalten), wodurch eine engere Verzahnung der Arbeitsabläufe ermöglicht wird:
- Verbesserte Kompatibilität mit AMS-Scripting und -Automatisierung
- Unterstützung von Active-Learning-Workflows
- Konsistente Ausgabeformate innerhalb der AMS
- Erweiterte Beispiele und Tutorials
Diese Integration unterstützt Arbeitsabläufe der Materialmodellierung innerhalb einer einheitlichen Umgebung.
Python-Beispiele und Skripterstellung
Die Python-Umgebung wurde in AMS 2026 erweitert, um die Benutzerfreundlichkeit und Reproduzierbarkeit zu verbessern.
AMS 2026 bietet eine umfangreichere und besser strukturierte Beispielbibliothek :
- Wiederverwendbare Beispiele für verschiedene Engines und Anwendungen (ADF, COSMO-RS, Batteriesimulationen usw.)
- Einfacherer Übergang von Benutzeroberflächen-Workflows zu Python-basierter Automatisierung
Weitere Verbesserungen in AMS 2026 umfassen:
- Zugänglicheres AMSPython-Scripting für ein breites Spektrum von Anwendern
- Unterstützung für automatisierte und programmatische Workflows
- Unterstützung für LLM-gestützte Skripterstellung